BbP bei Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeit“

31. Oktober 2017

Bei der Auftaktveranstaltung zur 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeit“ am 19. Oktober 2017 gehörte die BbP-Vorsitzende Kerstin Held zu den Referentinnen zum Thema „Inklusion / Pflegekinder mit Behinderung“. Mit freundlicher Genehmigung der Hochschule Osnabrück geben wir hier die Pressemitteilung dazu wieder.

Über den Umgang mit Pflegekindern mit Behinderung

Ringvorlesung an der Hochschule Osnabrück thematisiert Inklusion in der Vollzeitpflege

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Kerstin Held (rechts) im Kreis der Veranstalter und Referenten zum Auftakt der Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeit“. [Foto: Hochschule Osnabrück]

(Osnabrück, 25. Oktober 2017) Auch Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, sollen in einer Pflegefamilie aufwachsen dürfen. Sie sollen und dürfen also nicht schlechter gestellt werden, als Kinder und Jugendliche ohne Behinderung.

Über den Stand der Dinge, die notwendige professionelle Beratung, Begleitung und Unterstützung solcher Pflegeverhältnisse sowie die strukturellen und konzeptionellen Entwicklungen auf diesem Gebiet, tauschten sich die Teilnehmenden der 4. Ringvorlesung „Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege“ zum Monatsende in der Hochschule Osnabrück aus.

„Wie gestaltet sich das Leben als Pflegefamilie aus Innensicht?“, lautete eine der Fragen, denen sich die Referierenden stellten. Kerstin Held vom Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. unterstrich mit plastischen Beispielen aus ihrem Pflegefamilienalltag auf eindrückliche Weise die besonderen Herausforderungen, denen sich Pflegeeltern mit behinderten Kindern täglich stellen. Dipl. Päd. Dirk Schäfer von der Perspektive gGmbH – Institut für sozialpädagogische Praxisforschung und -entwicklung und Mitglied der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen, präsentierte Ergebnisse und Empfehlungen aus zwei aktuell veröffentlichten Untersuchungen.

Zum Thema Vormundschaften bei Pflegekindern mit Behinderungen, sprach Anne Mausbacher von der Stadt Ibbenbüren. Sie unterstrich eine grundsätzlich an den individuellen Bedürfnissen der Kinder orientierte Interpretation dieser wichtigen Tätigkeit und die Notwendigkeit für spezifische Fort- und Weiterbildungen.

„Die Pflegekinderhilfe ist ein Feld der Kinder- und Jugendhilfe in der Inklusion praktisch
täglich umgesetzt werden könnte, würden die Rahmenbedingungen für alle Beteiligten stimmen“, unterstrich Prof. Dr. Christof Radewagen von der Hochschule Osnabrück die Bedeutung der Pflegefamilien.

Die hochschulübergreifende Ringvorlesung machte auf seine Initiative hin zum zweiten Mal in Folge Halt an der Hochschule Osnabrück.

Hier gibt’s die Pressemitteilung als PDF [196 KB] sowie online.

Und hier findet man die weiteren Veranstaltungen der Ringvorlesung.


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