Inklusionspreis für Familie Ungerer

Familie Ungerer aus Erlangen, Mitgliedsfamilie im Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., ist heute mit dem Inklusionspreis der Lebenshilfe Erlangen ausgezeichnet worden. „In der Familie lebt ein Pflegekind mit schwer mehrfacher Behinderung“, heißt es auf deren Homepage. „Familie Ungerer setzt sich dafür ein, dass mehr behinderte Kinder ein Zuhause in einer Pflegefamilie finden.“

Familie Ungerer aufgestellt vor Lebenshilfe-Plakat
Familie Ungerer: Pascal, Norbert, Leni, Ulrike und Emily. [Foto: Ungerer]
Norbert Ungerer wurde voriges Jahr als Schriftführer in den Vorstand des BbP gewählt, seine Frau Ulrike engagiert sich in der Beratung von Pflegeeltern. Beide zusammen zeigten sich „sehr stolz und gerührt über die große öffentliche Wahrnehmung und Ehrung unserer ‚alltäglichen‘ Familiensituation“.

In einer Feierstunde in der Georg-Zahn-Schule wurden insgesamt drei Preise vergeben. Prof. Dr. Hermann Requardt, Vorsitzender der Stiftung Lebenshilfe Erlangen, und Dr. Elisabeth Preuß, Sozialbürgermeisterin der Stadt Erlangen, ehrten die Preisträger.

Familie Ungerer werde „für die besonderen Verdienste um die Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung“ geehrt, heißt es in der Urkunde. „Mit dem außergewöhnlichen Engagement für Menschen mit Behinderung setzt Familie Ungerer ein vorbildliches und nachahmenswertes Zeichen in unserer Gesellschaft.“

In seiner Laudatio betonte Reinhard Rottmann, der Leiter des Stadtjugendamts Erlangen: „Wer die Familie auch nur kurz kennengelernt hat, spürt sofort, dass hier etwas Außergewöhnliches passiert.“ Pascal könne „in einer geschützten Umgebung zusammen mit liebevollen Eltern und ebenso liebevollen Schwestern aufwachsen, die mit Sicherheit auch für sich Pascal als Bereicherung empfinden.“

Dahinter stehe der Gedanke der Inklusion: „Inklusion auf einer Ebene, wie wir sie hier erleben, ist die direkteste Möglichkeit, sie zu leben. Und Inklusion ist, wenn sie sich wie hier zeigt, immer ein Gewinn für alle, die sie leben.“

Das Preisgeld von 1.000 Euro will die Familie als Grundstock für ein Rolli-Fahrrad für ihren Pflegesohn Pascal verwenden.

Hier steht mehr über den Inklusionpreis der Lebenshilfe Erlangen.

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Ein Pflegejunge hält seine Pflegeschwester im Arm, Kopf an Kopf, beide strahlen.
Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.
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