Ratschläge für Pflegefamilien behinderter Pflegekinder und Familien, die eine solche werden wollen

1998 hat der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. die ersten „Ratschläge für Pflegefamilien behinderter Pflegekinder“ als kleine Druckschrift herausgegeben. Da sich Gesetze und deren Auslegung in stetigem Änderungsprozess befinden, waren viele der Ratschläge in zahlreichen Einzelheiten schnell überholt.

Im Oktober 2011 hat die Arbeitsgruppe „Jugend- und Sozialrecht“ dieses Kompendium komplett überarbeitet. Seither versuchen wir, die Ratschläge durch stetige Aktualisierung so nahe wie möglich am jeweiligen Sachstand zu halten. Verantwortlich für den Inhalt der Neufassung waren Heinz Kuhn, Gerhard Roos und Peter Uelwer. Die stetige Aktualisierung liegt derzeit in der Hand von Gerhard Roos.

Die gesammelten Ratschläge stammen aus der Praxis unserer eigenen jahrelangen Erfahrung als Pflegeeltern. Sie richten sich natürlich in erster Linie an Familien, die selbst ein Pflegekind mit Behinderung aufgenommen haben oder die über diesen Schritt nachdenken. Aber auch für Sozialarbeiter, Rechtsanwälte, Jugendamtsmitarbeiter und andere Interessierte können sie hoffentlich hilfreich sein.

Titelblatt der BbP-Ratschläge

BbP-Ratschläge

Wer lieber eine gedruckte Fassung des Ratgebers lesen möchte, erhält die jeweils aktuelle Auflage über unsere Geschäftsstelle. Eventuell enthält die Online-Ausgabe jedoch einzelne frischere Informationen oder Überarbeitungen.

Fast alle im Ratgeber zitierten Normen des Sozialrechts finden sich mittlerweile auf Internetseiten. Eine gute und aktuelle Adresse ist www.gesetze-im-internet.de, ein Service des Bundesjustizministeriums und der juris GmbH.

Inhalt des Ratgebers

  • A. Der Weg zum Pflegekind
    1. Was erwartet uns?
    2. Welche Voraussetzungen benötigen wir?
    3. Welches Kind könnte zu uns passen?
    4. Das eigene Jugendamt
    5. Vermittlungsvorgänge ohne und mit und Bundesverband
    6. Rat und Hilfe im Einzelfall
  • B. Die wirtschaftliche Versorgung behinderter Pflegekinder
    1. Sachliche Zuständigkeit
    2. Örtliche Zuständigkeit
    3. Jugendhilfe („Hilfe zur Erziehung“)
    4. Kinderfreibetrag bzw. Kindergeld
    5. Sozialhilfe („Eingliederungshilfe“ und anderes)
    6. Krankenversicherung
    7. Hilfe zur Pflege (aus der Pflegeversicherung)
    8. Feststellung des „Grades der Behinderung“
    9. Anrechnung „gleichartiger Leistungen“
    10. Sonderfälle: Renten- und andere Versicherungsformen
  • C. Praktische Tipps für Antragstellungen
    1. bei Krankenkostenträgern
    2. bei Sozialämtern
    3. bei Jugendämtern
    4. und für Widerspruchsverfahren
    5. Vertrauen schaffen und investieren
    6. Ohne Übertreibung das Bestmögliche versuchen
  • D. Rechtsgeschäfte um und für Pflegekinder
    1. Rechtliche Stellung der Pflegeeltern
    2. Vormundschaftsregelungen
    3. Besuchsregelungen
    4. Verbleibensanordnungen
    5. Betreuung erwachsener bisheriger Pflegekinder (§ 1896 BGB)
    6. Namensrecht (§§ 1617 ff. BGB)
  • E. Ausnahmesituationen
    1. Pflegekinder wechseln von einer Pflegefamilie in eine andere
    2. Pflegefamilien ziehen um
    3. Pflegeeltern trennen sich
    4. Alleinerziehende Pflegeelternteile
    5. Neue Partner tauchen auf
  • F. Pflegekinder werden erwachsen
    1. Das pädagogische Problem
    2. Das rechtliche Problem
    3. Das finanzielle Problem
    4. Das Gesamtproblem
  • G. Ende des Pflegeverhältnisses
    1. Das behinderte Pflegekind stirbt
    2. Die Bezugsperson in der Pflegefamilie stirbt
    3. Wir können nicht mehr
    4. Das Jugendamt will nicht mehr
    5. Ein Familiengericht greift ein
  • H. Das Geld der Pflegefamilie
    1. Einkommen
    2. Pflege-Rente
    3. Riester-Rente
    4. Vorsorge für die Zukunft ohne Pflegekind(er)
    5. Häuser und Fahrzeuge
  • I. Die Not leiblicher Eltern
    1. Respekt vor einem mutigen Schritt
    2. Heim oder Pflegefamilie
    3. Freundschaft statt Konkurrenz
  • Schlussbemerkung

Beginnen Sie einen Rundgang durch den Ratgeber mit A. Der Weg zum Pflegekind